Freitag, März 30, 2007
Alternativ Begabt
Zum Einen: Ein Liter Cola entspricht 70 Würfelzucker.
Des Weiteren habe ich erfahren, dass Frauen im Zuge der Gleichberechtigung, in der New Yorker U-Bahn das barbusige Mitfahren gestattet ist. Gleichzeit ist aber das Begaffen der nackten Brüste nicht erlaubt, ist sogar eine Straftat.
Was aber die erstaunlichste Information am gestrigen Tage war: Mongoloiden dürfen in den USA nicht als Mongoloiden bezeichnet werden, sonder werden als „Alternativ begabt“ betitelt.
Das ist doch eine sehr schöne Überkategorie für die Vielzahl der Amerikaner, als auch für so einige in meinem Wirkungskreis.
Montag, März 26, 2007
Du, sag mal ...
Da sich Männer ständig profilieren müssen, wenn eine fremde Frau im Raum ist, war die Informationsbeschaffung ein leichtes für mich, nur einer hat mir die Frage gestellt, wozu ich das eigentlich alles benötige. Hmm, was lernen wir daraus…?
Dienstag, Februar 27, 2007
Böse Jungs mit Randnotiz
Ist euch schon mal aufgefallen, dass die Jungs, also die Teenies, einen Imagewechsel anstreben? Zumindest ist das so mit den Jungs die morgens mit mir in der S-Bahn fahren. Erstes Anzeichen für einen ziemlich bösen Jungen, ist ein ziemlich böser Blick. Am besten eine Mischung aus Kater-, verkifften- und verwegenen Blick. Das sieht auch ein bissle so aus, als hätten sie auf dem Klo zuviel gedrückt und die Augen sind so stehn geblieben...
Zweiter Hinweis: das Outfit! Kappe die einen weiblichen Touch hat (z.B. durch gold- oder rosa Applikationen). Weite T-Shirts und noch weitere Jacken. Und was bitte soll das mit der Hose in den Socken?
Wollen die etwa jemanden weiß machen, sie leben in einem Ghetto? Im Saarland? Haha!
Nur doof dass im Saarland jeder jeden kennt. Da kann es schon mal passieren das ne Oma an dem Bad Boy vorbei geht und jedem erzählt dass sie ihn schon kennt da war er „sooo...“ und dass er damals nie den Buchstaben „O“ aussprechen konnte, sondern immer „Ö“ gesagt hat. Und dass er immer diesen Bussibär-Pullover angehabt hat.
Uuhhh ja, da bekommt man schon mal Angst.
Randnotiz für mich:
Nie, nein, nimma, nicht morgens den Fahrstuhl nehmen!!
Erstens bin ich direkt zu Schichtbeginn schon auf 180, weil irgendein Spacken schon wieder beide Fahrstuhlknöpfe gedrückt hat! Zweitens warum fahren junge, gesunde Menschen mit dem Fahrstuhl in den ersten Stock? Dann auch noch mit unserem quantenschnellen Fahrstuhl, bei dem man aufpassen muss das man nicht in die nächste Dimension geschleudert wird?
Samstag, Februar 17, 2007
Wer war nochmal die Pommes rot-weiß?
Tja, beim Rostwurstcharly durchaus normal. Auch das er Rostwurstcharly heißt, obwohl Charly nichts mit seiner ursprünglichen Namensgebung zu tun hat. So ist das nämlich im Dorf. Wenn man wie ich aus nem Dorf kommt, kennt man das. Da heißt man nicht „Ann“ oder „Frau von Neben“, nee da heißt es dann: „Ei kennschde das nit? Dass iss doch em Emil sei älschdes“ Übersetzt heißt dass das mein Vater Emil mit Vornamen heißt und ich mindestens noch eine kleines Geschwisterchen hab, allerdings Namenlos bin. Immerhin besser als wenn man mich „Em von Neben sei Ann“ nennt, denn das lässt auf den Status meiner Familie in unserem Dorf schließen. „Em Emil sei älschdes“ setzt voraus das mein Vater dorfbekannt ist und jeder etwas mit „Emil“ anfangen kann. Das ist nämlich auch so. „Em Müller sei Torsten“ ist aber häufiger und sehr beliebt in der saarländischen Dorfgegend.
Tja in der Dorfgegend durchaus normal.
Jetzt war ich aber gestern bei Fielmann.
Wenn ich an Fielmann denke, fällt mir neben ewigen Wartezeiten direkt Seriosität und Professionalität ein.
Gestern hat mich dort wie erwartet eine längere Wartezeit empfangen, sowie eine anscheinend neue Mitarbeiterin. Während ich da so warte, wurden die Leute an die leeren Bedientische manövriert, an denen aber noch kein Fielmannmensch saß. Da gibt es eine Menge Bedientische und eine Menge Kunden ohne Bedienmensch. Dazwischen gibt es auch Menschen die nicht an einem Tisch warten, sondern irgendwo dazwischen stehn und warten. Also stell ich mir die Frage, wie zum Teufel bekommen die das hin, und sie haben es hinbekommen, dass jeder Kunde in der richtigen Reihenfolge bedient wird?
Als ich in Empfangstischnähe war, der Rätselslösung: Eine Liste. Ja klar! Die schreiben da wie im Restaurant die Tischnummern auf, wann welcher dran ist. Aber wie machen die das mit den rumstehenden Menschen?
In einem Moment der umbehüteten Liste, wurde ich (unfreiwillig, so schiehn es) eingeweiht. Auf der Liste stehen völlig unprofessionelle Personenbezeichnungen, die die Reihenfolge darstellen. Für mich hat sie „junge blonde Frau, bunter Schal“ aufgeschrieben. Die Beschreibung geht ja noch, da stand aber auch „dicker Mann, roter Pulli“ und „Nickelbrille, alter Mann“, aber auch „Helmut“. Toll dass es auch bei Fielmann Persönlichkeiten gibt, dass eine Beschreibung wie „Helmut“ jedem ein Begriff ist.
Das ist doch sehr schön. Man kommt sich dann so schön familiär aufgehoben vor, beliebt und geschätzt.
Jetzt habe ich für dieses Jahr einen neuen Vorsatz. (Darf man das Mitte Februar noch machen?)
Ich möchte mindestens in einem Laden, in dem ich noch nicht bekannt bin, am Ende des Jahres mit „Ann“ ein Begriff sein. Schön!
Dienstag, Februar 06, 2007
An Horst Köhler
Erschwerend zu dem Schlamm, kommt dass der Weg auch noch in Hanglage ist, ich noch Gehbehindert bin und gerade Bergab garnit gut drauf hab. Ein paar Mal hab ich gedacht, gut, einfach flott Anlauf nehmen und den Rest des Weges runterrutschen. Kreuzbandriss hab ich ja schon, viel schlimmer wird das auch nit … Schuhe sind eh schon Müll … Hose ist auch ruiniert und weich fallen würd ich auch. Allerdings sind da ja immer noch die Bagger und die LKWs, denen man ja noch aus dem Weg springen muss. Das geht aber leider im Slidemodus schlecht und ne gekonnte Jackie Chan -Schulterrolle trau ich mich noch nicht mit meinem Bein, daher bleibt nur das durch den Schlamm humpeln.
Die letzte Hoffnung bleibt Horst Köhler. Der war letztens ja hier und konnte sich von dem Elend ein Bild machen. Also Horst, ich bin Deutschland! … und hätte gerne einen trockenen Weg zu meinem Gebäude, mehr brauch ich nicht.
