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Montag, Januar 19, 2009

Goscheschlosser

Es ist ja immer schwierig einen guten Arzt zu finden. Frägt man so im Bekanntenkreis rum, hat jeder seinen Geheimtipp. Bezüglich des Zahnarztes kann ich da den Saarländern weiterhelfen, denn hier hat die Suche ein Ende.

Ich kann da nur meinen Zahnarzt empfehlen: Dr. Urig.
Schon das der Typ eine Webseite hat, lässt vermuten, dass er stets mit der Zeit geht. Die Behandlungsräume sind absolut modern eingerichtet, wenn man möchte, kann man seine Behandlung auf dem Monitor im "Livestream" mitverfolgen. Bestimmt kann man sich davon ne CD brennen lassen und später seinen Enkelkinder vorspielen, direkt nach der Darmspiegelung ...

Über Schmerzen meckern, sollte man übrigens eher absehen, denn dann erhält man die rationale Anmerkung, dass man immer brav putzen soll, Kontrolltermine einhalten soll und die Zahnseide nicht vergessen, dann wäre es nie soweit gekommen. Recht hat er. Ich bin ein Zahnstreber. Ich putze, seide und lass kontrollieren, bei mir musste bis dato nix gemacht werden.

Für Siebhirne wie ich eins bin, ist sogar ein Recall eingerichtet, der an den alljährlichen Kontrollbesuch erinnert.

Donnerstag, September 25, 2008

Brot und Salz, Gott erhalts ...

Ich bin ja heilfroh.
Endlich kann ich wieder richtig kauen.
Nachdem mir auf der rechten Seite die beiden Weisheitszähne gezogen wurden, konnte ich nur weiches mampfen. Jetzt nach zwei Wochen klappt das wieder und prompt bekomm ich mich mit meiner Schwester in die Haare.
Papa war Brot kaufen und mir als ältere Schwester steht es Kniesje zu. So war das schon immer und so wird es auch bleiben. Das tolle an Große-Schwester-sein ist dass man völlig autokratisch Regeln aufstellen kann, die ein Lebenlang ihr Geltung behalten. Auf die Frage warum, kann man dann auch ganz gönnerhaft "Is so!" antworten.

Jetzt meint aber meine Schwester, sie müsse auf abtrünnig werden und meint: "Ich will es Schnippsche!".
"Schnippsche? Wenn du noch nit mol weeschd wie des rischdisch heischd, dann grisches sowieso nit. Das heischd Kniesje!"
"Schnippsche!"
"Kniesje! Odda högschdens Kneisje!"
"Endstück, halt!"
Mein Papa steigt ein und meint: "Knippche."
Wir beide schauen Papa an. Macht der jetzt einen auf Diplomat?

Meine Schwester setzt sich an den Rechner und googlet nach "Brotendstücke". Während sie abgelenkt ist und ich es Kniesje esse, findet sie folgende Synonyme:
Tippchen, Knust, Knuust, Gombel, Knuß, Kläppchen, Knorpe, Utzelkäpp, Kösken, Knörzchen, Knerzchen, Knärnsche, Fietze, Ränftchen, Schäbbelsche, Boppes, Randkandn, Bäätsch, Endle, Storzl und Güpfli.

Mahlzeit. Ich geh mal Enten füttern...

Montag, September 22, 2008

Musik in den Knochen

Letztens beim DVD gucken, hab ich gelernt, dass die Ammis zum Musikantenknochen "funny bone" sagen. Was seltsam ist, denn wenn man sich den stößt ist das alles andere als funny!

Wir im Saarland sagen dazu "gäggisch oda", was ich jetzt nicht so recht übersetzten kann. Wenn jemand Unsinn macht, fragt der Saarländer: "Bischd du gäggisch?" ... "oda" heißt Ader, also ne verrückte Ader. Das kommt dem ganzen auch schon ziemlich nah, denn auf Wikipedia ist zu lesen, dass es sich hierbei um einen Nerv (Nervus ulnaris) handelt der z.B. für die Motorik der Hand gebraucht wird.

Die Schwaben sagen dazu "Äffle" (Äffle angehaue).
Bayerisch: "I hob ma as Meiserl grad oghaut!"
Eifel: "eich hun mir dat gäkisch Knippschen gestuss"
"Mäusle" in Thüringen.
Dann hab ich noch "Narräbeinli"
Schweiz: "Surrbeinli"
Und die Österreicher sagen "narrisches Bein" dazu, die spinnen die Ösis.