Freitag, Oktober 20, 2006

Wort des Tages

Mobilfunk-Endgerät (Handy)

Sonntag, Oktober 15, 2006

Das erste Mal

Ich glaube Einstein war es, der sagte: man ist solange jung, wie man Dinge das erste Mal macht.
Juhu, ich bin also noch jung, denn ich war das erste Mal in Berlin.
"Berlin! Berlin! ich fahre nach Berlin!" Das habe ich geschätzte 235 Mal auf der ewigen Fahrt vor mich her geschrieen. Dazwischen habe ich die komplette Radiocharts gegrölt. Fast heiser habe ich dann an der Betonautobahn festgestellt, dass ich im Osten angekommen bin. Die müsste Hitler selbst noch in Auftrag gegeben haben. Was ich auch schon lang nimma gesehen hab war ein Flûtkoppauto mit gelben Scheinwerfern.

Als ich dann tanken musste, stand ich da mit Null Plan vor dem Tankdeckel und versuchte mit Ingenieursdenken mir vorzustellen wie ich diesen Deckel öffnen lassen würde. Klarer Fall, mit drücken, stupsen und ziehen wird das nicht gehen. Da muss also irgendwo ein Trick eingebaut sein. Während ich da so überleg, steigt der Fahrer des Wagens hinter mir aus, erkennt mein Problem und Grübelt mit. „Da ist bestimmt ein Knöpfen im Wagen“ sag ich laut zu dem fremden Mann. Der Mann geht mal schauen. Nix. Dann ein zweiter Mann, der ebenfalls die Sachlage erkannt hat, sucht jetzt mit dem ersten fremden Mann in meinem Sixtauto nach dem Tankdeckelöffungsknopf. Dann der Tankstellen-Raststättenbesitzer. Bei seinem Golf wäre das Knöpfchen in der Mittelkonsole. Guter Plan die zwei fremden Männer haben bestimmt auch unter den Fußmatten nachgeschaut…
Mit für sein Gewicht nicht erwarteter Eleganz schwingt er sich in meinen nun mit fremden Männern umzingelten Golf. Genau so das ich den besten Platz auf sein Bauarbeiterdekoltee erwische. Leider schau ich zu spät weg, denn das Bild ist schon in meine Netzhaut eingebrannt. Doch da, endlich der Mann ist trotz schlecht sitzender Kleidung, kompetent und findet den Knopf in der Türkonsole. (!?) Ganz unten, wo man eigentlich den ganzen Rotz reinstopft, er während der Fahrt so anfällt. Unglaublich! Welches kranke Hirn kommt denn auf so was. Völlig intuitiv.
Wenn wir schon gerade mal bei intuitiv sind. Ich habe geschätzte 23 Schalter an meinem Blinker. Und noch mal genau so viel an dem Scheibenwischerschalter. Wozu das alles dienen soll, weiß ich nicht. Hat mir auch keiner erklärt.

Liebes Sixt-Team, da wäre schon mal eine kleine Einweisung nötig gewesen. Ich bin ja auch ein Freund von schnellen Abläufen, aber einfach nur den Schlüssel in die Hand drücken und sagen, „Auto steht irgendwo links“ ist alles andere als Kundenfreundlich. So das musste ich nur schnell mal so werden.

In Berlin angekommen, wurde ich dann exklusiv von einem Freund per Telefon (Da in meinem Golf sich trotz Bestellung kein TOM TOM befand ... danke nochmals liebes Sixt-Team.) durch Berlin zu sich gelotst.
Also habe ich, dank des Erlebnispaketes von Sixt, schon abends eine Stadtrundfahrt in Berlin können machen. Berlin bei Nacht, sehr schön.
Berlin bei Tag, auch sehr schön.
Zumindest das, was mein Freund mir alles gezeigt hat. Ich bin mir sicher, er hat mich elegant an den hässlichen Ecken vorbei geführt. Aber wir waren auch in einem Autohaus, da hab ich mit Heftchen mitgenommen, und jetzt weiß ich auch was das alles für 46 Schalter um mein Lenkrad sind. Das Auto hat einen Tempomat! Das erfahr ich nach 736 Kilometer Autobahn. Weltklasse!

Heute ist mein letzter Tag in Berlin. Völlig allein gelassen, sitze ich hier in einem single Männerhaushalt ohne Fön und Fernseher. (Ja liebe GEZ, ohne Fernseher.) Zum Glück ist mein iPod da, sonst würde ich komplett durchdrehen. Aber die Rettung naht, denn jetzt geh ich erst mal richtig Shoppen. Hier ein Hinweis, wo man mich die nächsten 3 Stunden finden wird.


Samstag, Oktober 07, 2006

Wo ist das Stöckchen…?

Mensch Michael, dass ist gar nicht so einfach… aber hier das vorläufige Endergebnis:

Fünf Dinge, die ich nicht habe, aber gerne hätte:
• eine komplettes Regal voller Jimmy Choo’s
• ein X5
• einen Bruder
• die richtigen Lottozahlen
• einen Wunsch frei

Fünf Dinge, die ich habe, aber lieber nicht hätte:
• einen irren Verehrer
• eine kaputte Couch
• Halsweh
• Hunger
• Spatzeärmscha

Fünf Dinge, die ich nicht habe und auch nicht haben möchte:
• ne Vollmeise
• ne Kreditkarte
• ne Katze
• Schluckauf
• ein schlechtes Gewissen

Mittwoch, Oktober 04, 2006

Aus Gähnwilli wird Schnarchwilli

Toll, ich kann nicht einschlafen. Und das obwohl ich morgen, vielmehr heute, eigentlich gleich um 7 Uhr auf der Arbeit sein müsste. Das liegt unter anderem an Gähnwilli, den ich ab jetzt nur noch Schnarchwilli nenne.
Also wenn ich schon mal wach bin, kann ich auch noch was loswerden. Was ich schon immer machen wollte. Eine Liste für, besser gegen Menschen die die Welt nicht braucht. Und ich mein das jetzt nicht kulturell politisch oder so. Also nicht eine Liste alla Miss World Anwärterinnen: Georg Bush, das gesamte Nordkorea, der Siemens-Vorstand und die Muslime. Eher so alltags bezogen… Ich fang einfach mal an:
Also bei Platz 1 bin ich mir sicher, das sind die Alle-Fahrstuhlknöpfen-Drücker. Das nervt tierisch. Außerdem man kann nur in eine Richtung. Hoch. Oder Runter. Nicht beides. Zumindest nicht gleichzeitig.
2. Platz ganz klar: BWL’er. Weil es eben BWL’er sind.
3. Platz Juristen, nichts gegen Juristen im Allgemeinen, aber – doch.
4. Platz: Die Menschen die an der Fußgängerampel mehrfach auf den Auslöser drücken. Also nicht so klack klack klack klack, das würde ja noch gehen, ich mein die „nach 20 Sekunden noch mal“-Drücker. Was bitte soll das bringen? Meinen die, die Ampel merkt das man jetzt doch ganz schnell über die Straße will und schaltet schneller auf grün? Genau so gibt es auch die wieder Drücker in der S-Bahn. Die bekommen mit, dass man gedrückt hat, dann drücken die zur Sicherheit noch mal. Die Tür geht erst auf, wenn die Bahn steht. Nicht früher. Auch nicht wenn man fünf Mal oder sechs Mal drückt. EINMAL DRÜCKEN REICHT!!!!
So, wo war ich? Achso.
5. Klatscher. Insbesondere die „Nach der Landung“-Klatscher. Aber das ist eher ein deutsches Problem. Glaub ich. Die deutschen klatschen immer zu. Sie klatschen, wenn sie einen Rhythmus erkennen, jedes Lied wird erbarmungslos totgeklatscht. Sie klatschen wenn ihnen was gefällt. Wenn endlich etwas eintritt, was überfällig ist, wahrscheinlich weil es die Ironie verstärkt. Wenn ihnen was gelungen ist und eben wenn ein Flugzeug gelandet ist.
6. Im Stau Huper. Was bitte soll das bringen? Meinen die, es geht dann schneller voran? Meinen die, da vorne schläft nur einer, den muss man nur wachhupen? Wenn man steht, dann steht man und das es irgendwann weiter geht, ist nicht auf das hupen zurück zuführen. Punkt.
7. na gut, Bush passt doch hier rein.
8. Beamte. Brauch man nimma. Beamtenstatus bitte abschaffen und ein Prämiensystem dafür einführen. Pro erfolgreich bearbeiteten Fall gibt’s Kohle, ansonsten eben nicht. Dann klappts auch mit dem Fräulein vom Amt. Ganz sicher.
9. für Onkel Sebastian nehm ich die Postschalter-Menschen dazu.
10. achja, demnächst ja dann wohl auch Benq-Mitarbeiter.
11. Ok, wenn wir schon dabei sind: Sony-Reparatur-Dienst-Werkstatt-Mitarbeiter. Danke auch!
12. Alte Leute die in vollen Straßen, vor einem her tippeln und unverhofft, aber gezielt im Weg stehen bleiben.
13. „Das hab ich passend“-Zahler. Ganz toll das ihr das passend habt, aber bitte nicht wenn ne Schlange hinter euch ist.
14. „Wenn ich dich/Sie gerade dran hab“-Telefonierer. Furchtbar!
15. Ihr seid dran…

Dienstag, Oktober 03, 2006

Was heißes schwarzes?

Als ich nochmal über den Titel des letzten Blog drüber les, fiel mir gerade noch ein Blogthema ein. Denn ich spiel jetzt schon seit ein paar Wochen Basketball. Was als Alltagsausgleich gedacht war, entpuppte sich nach wenigen Minuten als bester Einfall seit langem. Denn ich bin das einigste Mädel (!) in einem Basketballverein mit 50% heißen schwarzen Männern, die alle genau so muskulös, wie groß sind. (Achtung Insider: Lust auf was heißes schwarzes? Jo, nen Kaffee nehm ich auch.)
Der Rest besteht aus 20% „nicht-mein-Fall“ aber nett, und 30% leckeren großen nicht schwarzen Männern.
Nach dem letzten Training kam ein Schnuckelchen auf mich zu und meinte „für ein Mädchen, spielste gar nicht schlecht“ Pappnase. Me_ga_spruch! „Danke, du spielst für ein Mädchen auch nicht schlecht“. So, die Sprüche wird er zukünftig sein lassen.
„Biste nächste Woche auch wieder da“. Ja hallo, wenn du so fragst … „Wenn mir nix dazwischen kommt“. „Wenn du willst, kann ich dir ja dann ein paar Tricks zeigen“. Oh Junge, glaub mir ich kann dir auch einiges zeigen. Hormone zurückschrauben! „Man lernt nie aus“. „Das glaub ich dir“. Ist der nur witzig oder kann er Gedanken lesen?