Mittwoch, Juli 12, 2006

Nix Spiderman

Nachdem ich kläglich an der Wand wieder runter rutschte, war die Enttäuschung schon groß. Das mit dem von Hochhaus-zu-Hochhaus-Springen habe ich dann erst gar nicht probiert. Also außer Schmerzen nix gewesen. Dooof!
Mein heutiges Highlight ist nur sekundär egoistisch, es ist nicht für mein leibliches Wohl, nein, es ist für meinen seelischen Frieden. Und das von meinem Umfeld gleich mit, denn jetzt bin ich wieder uneingeschränkt gesellschaftsfähig. Mein Java-Programm funktioniert 1a. Es macht sogar genau das was es machen soll und das ist ganz allein Olli zu verdanken.
Ich finde, alle die in den nächsten Tagen mit mir zu tun haben, sollten sich bei Olli bedanken, denn er hat mich wieder zu einem besseren Menschen gemacht. Danke Olli! Alle Lobesbekundungen und Danksagungen bitte an mich, ich leite sie vertrauensvoll weiter.

Dienstag, Juli 11, 2006

Pfui Spinne

Blauer Himmel, Sonnenschein. Früher Feierabend ist mein heutiges Highlight. Also raus aus dem Laden und rauf auf die schöne grüne Wiese. Sie duftet nach Kleeblumen, Hummeln sammeln fleißig den Blütenstaub. Die Vögel zwitschern und um diese Uhrzeit sind auch noch keine Deppen am Start. Das Motto der nächsten Stunden: Sonne mach mich braun und unwiderstehlich.
Tja leider hab ich die Rechnung ohne die Milliarden Mikroorganismen unter mir und um mich herum gemacht. Dazu kommt auch noch, dass ich von einer Spinne gebissen worden bin. Weltklasse! Außerdem verlauf ich wie Butter in dieser Sonne. Mein Highlight hab ich mir etwas anders vorgestellt. Dooof!!
Na das war ja wohl nix. Also Plan B. Essen.
Zur Feier des Tages mach ich mir einen riesen Salat und dazu gegrillte Scampis. Yammi.
Ein Wunder das ich nach diesem Essen noch im Stande bin, meine Hände zu bewegen um diesen Blog zu schreiben.
Wenn ich morgen jetzt noch zu Spiderman werde, bin ich der glücklichste Mensch auf Erden.

Montag, Juli 10, 2006

Lackierte Zehen und Schafe

Kleine Vögel sitzen auf meinem Baum vor meinem Schlafzimmerfenster. Sie lassen erahnen das ich mir heute keine Sorgen machen brauch.
Aaaah Sommer, ich mag den Sommer. Es ist so schön morgens von bienengesumme und vogelgezwischer wachgemacht zu werden. Ok, es sei denn, es ist Samstag- oder Sonntagmorgen und die letzte Nacht drückt noch arg im Kopf rum. Abgesehen davon, gibt es nur schöne Eigenschaften am Sommer. Man brauch wenig Kleidung. Wird schön braun. Alle sind gut gelaunt. So schön lange hell. Was haben wir auch in letzter Zeit für ein Kaiserwetter... herrlich.
Manchmal habe ich den Eindruck nichts ändert sich, alles bleibt gleich. Dann packt mich immer die Lust einfach etwas verrücktes zu machen. Na, nicht zögern!
Nein, nein, just relax. Erst mal Musik anschalten und mit meinem aktuellen Lieblingslied die morgendliche Energie loswerden. Bisschen Vokalschreien und wildes Rumgehoppse, da beruhigt sich schon mein Tatendrang. Meine Mitbewohner werdens mir um diese Uhrzeit schon danken.
T-Shirt und Jeans, dazu Flip-Flops, auch wenn’s nit Firmen-Outfit-Konform ist. Glamourohrringe und meinen Lieblings-Swatchring. Fertig.
Eine Freundin von mir meinte dass je mehr gleich bleibt, desto mehr scheint sich zu ändern. Was sie wohl damit gemeint hat? Die Frage beschäftigt mich schon seit letztem Abend. Ist konstant gut? Oder ändern sich die Leute so das alles gleich bleibt? Muss sie bei Gelegenheit mal fragen...
Bissle müde bin ich schon noch, die Gedanken an den Typ vom letzten Wochenende haben mich wach gehalten. Hmm, ich dachte ich wär’ stärker.
Holst du mich von der Straße? Diese Frage hat ja schon etwas verwegenes. Könnte unter Umständen recht gute Erfolgsquote liefern. Frauen mögen es, wenn verwegene Typen häuslich werden und sie daran mitarbeiten dürfen.

Das Highlight dieses Tages ist eine Massage.
Während der Massage kam ich auf die Idee, man sollte eigentlich einmal am Tag ein Highlight haben und so habe ich beschlossen mir diese Woche ein Highlight täglich zu gönnen. Blöd nur das mein heutiges Highlight etwas getrübt wird. Durch das Guckloch der Massagebank habe ich uneingeschränkten Blick auf die unverhüllten Zehen der Physiotherapeutin (es heißt nimma Masseurin, Masseuse ist ganz schlimm und obliegt einer Verbindung zum Rotlicht). Diese haben rot lackierte Nägel die Teils schon am rauswachsen sind. Igitt ist das eklig. Ich hab eine Fußphobie. Schnell an was anderes Denken... Aufgrund der vergangenen vier Wochen fallen mir nur Fußballtypen ein. Ich muss meinen Horizont wieder erweitern. Da fällt mir gerade noch rechtzeitig die Geschichte des Buches ein, das ich gerade lese. Glennkill. Darin wird ein Mord des Schäfers Georg Glenn aus Sicht seiner Schafen erzählt. Prompt stell ich mir die Frage, was die Schafe wohl von lackierten Zehennägel halten würden und was sie wohl für eine Erklärung dafür hätten warum Menschen so etwas machen. Sie würden es zweifellos als sinnlos, also menschlich erklären, und ganz sicher machen das die Menschen um ihre Füße von den Händen zu unterscheiden. Oder um sicher zu stellen dass sie auf den richtigen zwei Beinen laufen. Es wäre schön ein Schaf zu sein.

Sonntag, Juli 09, 2006

Gegendarstellung

Nach zahlreichen Anmerkungen aufmerksamer Leser, möchte ich an dieser Stelle verdeutlichen, dass ich nix gegen Kinder hab. Liebe, nette Kinder mag ich sogar und habe auch nichts dagegen mit ihnen Zeit zu verbringen. Abwehrstrategie #3 habe ich noch nie eingesetzt. Abwehrstrategie #2 habe ich lediglich erst einmal eingesetzt, dieser Stinker hat es sofort seiner Mutter gepetzt. Was der Wirkung aber keinen Abbruch getan hat, im Gegenteil, selbst die Mütter verschonten mich mit den Mütter- und Hausfrauen-Gespräche.
Seltsam nur dass es nur Anmerkungen zu den Kindern gab, für die armen Männer scheint sich keiner zu interessieren, geschweige denn Mitleid zu haben. Recht so.

Sonntag, Juli 02, 2006

Die lieben Kinder

Momentan ist in meinem Bekanntenkreis die Kinderkrankheit ausgebrochen. Nein, nicht etwa Mumps oder Röteln, ich meine Kinder an sich. Diese kleinen schreienden, sabbernden, stinkenden und nervigen Dinger.
Das Schlimme daran ist, dass man den frischgebackenen Eltern immer noch sagen muss, wie süß ihr Neugeborenes ausschaut, dass es ganz die Mutter bzw. der Vater ist. Dabei sieht es aus wie ein Tiefkühlhühnchen. Ganz verrunzelt, rot und knitterig. Da gibt es nur wenige Ausnahmen. Weiß nit was daran süß sein soll. Vielleicht verändern sich in der Schwangerschaft ja die Sinne und die des Mannes gleich mit, so ansteckungsmäßig.
Ich hab auch immer das Glück das die auch noch wahnsinnig auf mich abfahren. Wann immer mich ein Kind sieht, bleibt es mit großen Augen vor mir stehen und will Zweisamkeit mit mir.
Da muss ich mich leider unbeliebt machen, denn: Ich will das nicht!
Die sollen mich in Ruhe lassen. Also Abwehrstratiegie A: Sobald sich so was nähert, zieh ich sie kurz zur Seite und sagt ihnen das ich die böse Tante bin. Das hilft zu 50 %. Vielleicht noch ein kleines Knurren und ein paar Gesichtszuckungen, das verdeutlich die Aussage noch. Hilft das nicht, muss ich den kleinen Mistvieher nur sagen, das ihre Mutter leider krank wird, unter Umständen auch sterben kann wenn sie weiter mit mir reden und nicht umgehend von mir Abstand halten, soweit Abwehrstrategie B. Last but not least, ein kräftiger und gezielter Schlag in die Magengegend, verdeutlicht endgültig das Desinteresse.

Wenn das bei Jungs auch nur so leicht ginge… obwohl, wenn ichs recht überlege geht das sogar ähnlich.
Ökofreak, Latin Lover, Porschefahrer, BWL-Student? Ist ein bestimmter Typ auf dem ersten Blick zu erkennen kann man getrost auf eine ungefestigte Persönlichkeit schließen die mit ihrem Äußeren ihr Idealbild nachzugestalten versucht.
Fließen direkt in die „No–Chance-Kategorie“ ein. Um die abzuschrecken greife ich in die etwas fiese, aber dennoch recht witzige Abwehrkiste und erwidere ein Annäherungsangebot mit einer ziemlich grellen, schrillen, lauten und langen Gekicher. Hehe, die Gesichter sind jedes Mal aufs neue witzig. Erschrocken und geschockt zugleich. Auch kann man ihnen ansehen, dass schnellstmöglich ein Fluchtplan geschaffen wird.
Variabel kann man auch mit einem zuckersüßen Lächeln reagieren, aber anschließend entstellende Gesichtzuckungen folgen lassen. Obacht, das man nicht danach lachen muss, sonst war das nix.
Hmm, da könnt ich jetzt ein paar Insider von Frau Schmidt und mir erzählen, was aber die Nachvollziehbarkeit erschwert. Man muss halt dabei gewesen sein. Aber witzig war das allemal. (@ Frau Schmidt: Pepe!!!)