Samstag, Februar 14, 2009

Howdy cowboy!

Nichts ahnend erwartete mich schon in meinem Morgenkaffee das Duell des Tages.
Heimtückiger Schuft!
Aber ich trinke schneller als mein Schatten ... Ruck Zuck hat er ausgemuckt! Yiehhhaaa!

Freitag, Februar 13, 2009

Spookiezone

Wir haben auf der Arbeit so Sensor-Handtuchspender.
Vor die muss man nur die Hand halten, schon kommt ein Handtuch raus. Normal, weil ja Sensor. Aber wenn man das macht, macht der Spender so ein Zuuuuuuu-Geräusch. Nicht gerade leise. Man kann praktisch vor der Tür hören, ob sich jemand ein Tuch spenden lässt ...
Naja, jedenfalls wollte ich gerade aufs Klo als ich schon ein paar Schritte vor der Tür dieses Zuuuuuuu-Geräusch höre. Gehe trotzdem aufs Klo, denn ich kann auch Pipi machen, wenn man mir zuhört...
Allerdings als ich die Tür öffne blendet mich die Sonne. Ich stehe alleine auf dem Klo. Nur das eben gelöste Handtuch wackelt wie durch einen Windhauch.
Seltsam denk ich mir.
Plötzlich erinnere ich mich, dass ich in der letzten Zeit häufig Nasenbluten hab ... jetzt habe ich Angst.

Dienstag, Februar 10, 2009

Hörbuchpolizei

Heute war ich in der Stadtbibliothek und hab ein paar Hörbücher zurückgebracht.
Ganz brav warte ich am Rückgabeschalter bis die Bibliothekarin sagt, dass alles in Ordnung ist.
Doch das sagt sie nicht!
Sie schaut mich fragend an, aber fragt nicht.
Als ich "Ist was?" fragen will, fragt sie doch: "Die haben sie doch erst am Freitag ausgeliehen!?".
"Korrekt", antworte ich.
"Und die haben sie jetzt schon gehört?"
Ich war auf die Frage nicht unvorbereitet und schaue sie nur doof an und warte auf die Pointe.
Die kommt auch prompt: "Haben sie sich die kopiert?"
Ich kann diesem Dialog immernoch nicht einordnen und komme mir auch etwas ertappt vor, deshalb frage ich (in einem nicht 100% freundlichen Ton) was die Fragerei soll und frage sie: "Warum interessiert sie das denn? Sind sie so eine Art Hörbuchpolizei?"
Ist sie nicht, wie sich rausstellt.
Sie macht nun ein freundliches Gesicht und klärt sie Sache auf: Ihr Sohn hat ihr zu Weihnachten so einen modernen MP3-Player (wobei sie "M", "P" und "3" besonders betont) geschenkt und sie hat sich schon gefragt, ob man da auch Hörbücher drauf machen kann.
Jetzt wird auch meine Mimik freundlicher und ich zeig mich erklärungsbereit.
Und was lernt man daraus: Das Böse sitzt nicht hinter jedem Busch.

Samstag, Februar 07, 2009

Kneipen Nähkästchen

Ich bin ein Kneipenkind.
Im positivem Sinn.
Ich hänge nicht ständig in Kneipen rum, nein, meine Eltern hatten 25 Jahre ein Kneipe.
Eigentlich nicht eine, sondern vier. Erst eine, dann drei gleichzeitig und später eine ganz andere.
Jetzt keine mehr. Und das ist auch gut so.
Auch wenn ich froh bin, dass sie nun keine Kneipe mehr haben, hatte das Ganze schon seinen Vorteile.

Vorteil eins: Meine Schwestern und ich waren dem Alkohol nie zugeneigt.
Dies resuliert meiner Meinung nach, von den abschreckenden Alkoholleichen, die scheinbar am Tresen festgewachsen waren. Sie stanken, die sahen hässlich aus, sie konnten nicht reden und falls doch, redeten sie nur Unsinn.

Vorteil zwei: Gleiches wie oben, ersetzten sie nur den Alkohol durch Zigaretten.

Vorteil drei: Ich hatte immer einen Ferienjob.
Während Mitschüler sich schon im Februar im Bekanntenkreis durchfragten, ob sie in den Sommerferien ihre Nützlichkeit bezahlt bekommen würden, war mein Ferienjob sicher. Später auch alle Samstagsnachmittage.
Dies hatte einen wesentlichen Einfluß auf meinen Kreditrahmen und schon hier wurde mein Konsumdrang sozusagen anerzogen.

Vorteil vier: Jeder im Dorf kannte mich.
Ok, wenn ich so darüber nachdenke, ist das kein klarer Vorteil...
Aber in gewissen Situationen zählte es zu meinen Vorteilen. Denn eigentlich kannte nicht jeder mich, sondern jeder kannte meinen Vater.
Ich hatte nie Streitigkeiten auf dem Schulhof, oder sonstwo. In kritischen Situationen musste ich einfach nur die Wörter " mein" und "Vater" unterbringen, schon hatte ich meine Ruhe.
Mein Papa ist nämlich ein kleiner aber muskelöser Mann, der ... ähh, sagen wir ... für seine Geschichten bekannt ist.

(Ich verrate ihnen nun ein Geheimnis. Jetzt kann ich es ja tun. Ich besitze mittlerweile einen Unverwundbarmodus und benötige die Wörter "mein" und "Vater" nicht mehr als Schutzschlid ...
Ok, jetzt kommts! Achtung! Jetzt: Mein Papa ist ein total liebes Bärchen. Tut keinem was. Ehrlich.)

Donnerstag, Februar 05, 2009

Generation Nutzlos

Heute auf dem Nachhauseweg wurde meine S-Bahn von betrunkenen Junglichen aufgehalten. Tanzen mit Sixpacks auf den Gleisen rum. Und mit Sickpack meine ich die zum trinken, nicht die zum gucken. Es war 17.30 Uhr und die sind besoffen!
Die Jugend von heute. Unglaublich!
Sie trinken, sie spucken, sie rauchen und sie können kein verständliches Deutsch sprechen ... der halbe Wortschatz besteht aus "Alter" und die andere Hälte aus "Ficken", dazuwischen nur undeutliches Gebrabbel. Könnte auch ne Geheimsprache sein ... weiß man ja nicht.
Wo soll das denn hinführen? Ich kann ja schlecht mit meinen Sozialabgaben 15 Jugentliche auffangen und für jeden ne Portion Harz IV springenlassen.
Eigentlich können die ja nix dafür, glaube ich zumindest. Ich glaub eher das es Erziehungssache ist. Wenn ich denen da beim Pseudokrawallmachen zugucke, frag ich mich, wo denn bitte die Eltern sind?
Fragen die sich denn nicht wo ihr Kind ist und was es macht?
Und warum fällt die Alkfahne mit der die Kiddies heimkommen (Donnerstagnachmittags) nicht auf?
Oder fällt es auf, hat aber keine Konsequenzen?
Also ich hätte bis ins Jahr 3000 Hausarrest bekommen ...
Da lob ich mir die guten Beispiele, wie zum Beispiel meine Schwester. Die ist gerade im zweiten Ausbildungsjahr. Dort gab es vor kurzem Zeugnisse und *taaaaaahhhtaaaahhhh* sie ist saarländische Innungsbeste.
Boar, stolz wie Bolle sind wir alle.
Mach weiter so Schwesterherz!